Kulturpolitische Ökosysteme sind komplex. Kulturschaffende, Institutionen, Fördergeber, Verwaltungen, Bildungseinrichtungen und zivilgesellschaftliche Akteure bilden ein dichtes Geflecht von Beziehungen. Doch dieses Netzwerk ist oft unsichtbar — selbst für diejenigen, die darin arbeiten.
Ein Wissensgraph ist eine digitale Datenstruktur, die Entitäten (Personen, Organisationen, Orte, Projekte) und ihre Beziehungen zueinander abbildet. Im Kontext der Kulturpolitik kann ein solcher Graph zeigen:
Für die Musikstrategie einer deutschen Stadt habe ich einen digitalen Wissensgraphen aufgebaut, der über 500 Akteure, ihre Rollen und Beziehungen abbildet. Die Ergebnisse haben die strategische Diskussion grundlegend verändert:
Der Aufbau erfolgt in drei Schritten:
Wissensgraphen sind nicht nur ein Analysetool — sie können zur permanenten Infrastruktur für kulturpolitische Planung werden. Die Herausforderung liegt darin, sie aktuell zu halten und für Entscheider*innen zugänglich zu machen.
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