Wenn Kulturforschende mit KI-Werkzeugen arbeiten, fließen oft sensible Daten in Cloud-Dienste großer Tech-Unternehmen. Förderdaten, Interviewtranskripte, interne Strategiepapiere — all das landet auf Servern, deren Datenverarbeitungspraktiken nicht immer transparent sind.
Lokale KI bietet eine Alternative: Modelle, die auf dem eigenen Rechner oder eigenen Servern laufen, ohne dass Daten das Haus verlassen.
Lokale KI-Modelle (auch: On-Premise-KI) sind Sprachmodelle und Analysewerkzeuge, die ohne Internetverbindung funktionieren. Aktuelle Entwicklungen machen es möglich, leistungsfähige Modelle auf Standard-Hardware zu betreiben.
Vorteile:
In meiner Arbeit mit Doktorand*innen setze ich auf lokale KI-Werkzeuge. Die Teilnehmenden lernen:
Die Entscheidung für oder gegen lokale KI ist nicht nur technisch. Sie ist eine Frage der digitalen Souveränität: Wer kontrolliert die Werkzeuge, mit denen wir forschen? Wer hat Zugang zu den Daten, die wir analysieren?
Für die Kulturforschung — die häufig mit sensiblen, personenbezogenen oder politisch relevanten Daten arbeitet — ist diese Frage besonders drängend.
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